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ITALIENREISE 2024

Einblicke in meine Italienreise 2024.

Müllberge soweit das Auge reicht, es ist laut und hektisch. Es ist Anfang Juni und ich komme in Palermo an. An einer Mauer entdecke ich das Graffiti: „TOURIST GO HOME“. Bereits drei Straßenecken weiter laufe ich plötzlich auf einer belebten Straße, es ist sauber und hergerichtet. Antike Schönheit und La Dolce Vita reichen sich die Hand.

Gegensätze prägen mein Erleben der Insel. Und gleichzeitig spüre ich diese Gegensätze auch in mir. Oben und unten. Höhen und Tiefen. Passend hierzu ist auch das Motiv des Vulkans.

Abseits der Stadt in einem alten Steinhaus finde ich Ruhe für meine künstlerischen Prozesse. Der Blick nach innen deckt jedoch auch Ängste und Schattenthemen auf. Auf meinem Weg darf ich dabei immer wieder erkennen: Neue Wege erfordern zuerst Innenschau.

Hinschauen, wo wir nicht hinschauen wollen. Aufdecken, was nicht aufgedeckt werden will. Loslassen, was jetzt sterben will.
 
Es zeigt sich die Angst vor dem Unbekannten. Vor Kontrollverlust. Vor einem dunklen Abgrund, der uns verschlingen könnte. Dabei ist das Abtauchen ins Unterbewusste ein natürlicher Prozess.

In meiner neu begonnen Serie beschäftige ich mich mit der weiblichen Seite, dem Archetyp der „furchtbaren Mutter“. Einem inneren Monster, das uns ohnmächtig macht und uns gleichzeitig neu gebärt. Der erste Schritt in die Begegnung ist Mut. Mut loszulassen und uns hinzugeben.

Insgesamt ist es nicht immer so einfach in einer Welt, die uns beigebracht hat auf den Verstand zu hören. Das männliche Prinzip des Logos, der bewussten Sonne, ist tief in unserer kollektiven Wahrnehmung verankert. Alles hat einen Plan und muss logisch sein.

Und wo bleibt die andere Seite? Was passiert, wenn wir mal nicht kontrollieren? Wenn wir uns in Vertrauen üben? Intuitiv und improvisierend handeln? Uns unseren tiefsten Ängsten stellen? 

Antworten suche ich im künstlerischen Prozess. Zum Beispiel im Symbol der Spinne. Es steht auf der einen Seite für geistige Verstrickung (Schlinge und Netz), die vor lauter Kontrolle keinen neuen Gedanken mehr fassen kann. Auf der anderen Seite für eine Quelle der Inspiration: Neu webend, spinnend, vernetzend und sich ausdehnend. Zu neuem Leben findend.

Technisch arbeite ich mit malerischen Strukturelementen, die ich nach Formen ausschneide und zur gewünschten Komposition zusammenfüge. Ergänzt wird die Collage mit dem Aufkleben von Bindfaden. Die Arbeiten entstehen im Format Din A3.

Die Bilder laden uns ein zu reflektieren:
 
Wo halte ich zu sehr fest? Was sperrt mich ein? Was darf endlich gehen, sodass Raum für Neues entsteht? Wo darf ich mehr vertrauen und loslassen um bei mir anzukommen und zu wachsen?
 
Eindrücke zur neuen Serie oder einzelner Arbeiten?
 
Ich freue mich über Nachrichten.

Bei Fragen und Interesse eine Mail an mail@verenakandler.de.


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